Unfallstatistik

Unfallhäufigkeit und Unfallort

Um ein besseres Bild über Unfälle und deren Häufigkeit und Entstehung zu erhalten, können Statistiken hilfreich sein. Kein Unfall gleicht einem anderen, dennoch gibt es Indizien, um Unfallrisiken einschätzen zu können. Insbesondere Versicherungsunternehmen sind auf diese Zahlen angewiesen, damit die wirtschaftlichen Aspekte des Versicherungsversprechens an den Unfall-Versicherungsnehmer korrekt eingeschätzt werden können.

Die folgende Grafik zeigt die Anzahl der Gesamtunfälle in Deutschland aus dem Jahr 2007:

Angaben in Millionen:

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)


Folgende Zahlen müssen noch differenziert werden:

  • Ca. 10,7 % der Arbeits- und Arbeitswegunfälle sind Verkehrsunfälle
  • Ca. 4,3 % der Schulwegunfälle sind Verkehrsunfälle

 



Auch wenn sich dadurch die Verkehrsunfall - Zahlen erhöhen, verlieren sie angesichts des Verhältnisses zu Freizeit(Sport)unfällen und Hausunfällen an Schrecken. Natürlich sind die Auswirkungen bei Verkehrsunfällen meist dramatisch, für den alltäglichen Umgang mit dem Thema Unfall hinsichtlich der Risiken stehen sie aber hinten an.

Selbst bei Unfällen mit Todesfolge sind die Verhältnisse eindeutig:

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)


Ebenfalls müssen diese Zahlen noch differenziert werden:

  • ca. die Hälfte der tödlichen Arbeitswegunfälle sind Verkehrsunfälle
  • alle tödlichen Schulwegunfälle sind Verkehrsunfälle
  • jeweils die Hälfte der tödlichen Haus- und Freizeitunfälle geschehen innerhalb und außerhalb des häuslichen Bereichs, Sport- und Spielunfälle eingeschlossen

Aus statistischer Sicht sterben pro Jahr durch tödliche Unfälle ca. 0,02 % und verletzt werden bei Unfällen ca. 10% der Bevölkerung in Deutschland. Glücklicherweise halten sich die Unfälle mit Todesfolge stark in Grenzen gemessen an der Gesamtbevölkerung. Die Unfälle mit Verletzungen aber sind präsenter, wird doch jeder 10. pro Jahr in einen Unfall mit Verletzungen verwickelt.

In der Statitistik werden diese Unfälle von den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern aufgeführt, so dass hier nicht nur von einem eingerissenen Fingernagel oder dem Minischnitt im Finger beim Brotschneiden die Rede ist.

Soweit die Verletzungen schnell weider heilen ist die Welt i.O. - was aber, wenn bleibende und einschneidende Verletzungen vorliegen?


Ergänzung: Die Zahlen beruhen auf Erhebungen unterschiedlicher Statistiken. Derzeit gibt es keine absolut verlässlichen Angaben über die Gesamtzahl an Unfällen in Deutschland. Die oben genannten Zahlen sind daher ein Anhaltspunkt aus realen Vorgängen bei den Versicherungsträgern. Sie geben auf jeden Fall eine zuverlässige Richtschnur zum Thema Unfall.

© Artikel von Redaktion UV